Brandschutzhelfer Ausbildung

....alles was Sie wissen müssen!

Was Sie wissen müssen

Jedes Unternehmen ist nach dem Arbeitsschutzgesetz und der neuen ASR 2.2 dazu verpflichtet Brandschutzhelfer zu beschäftigen.

Wir bilden Sie und Ihre Mitarbeiter schnell und günstig
zu zertifizierten Brandschutzhelfern aus.

Hier bilden wir Brandschutzhelfer aus


Jan Decker - Inhaber 

Sie haben gehört, dass Sie Brandschutzhelfer unter Ihren Mitarbeitern haben müssen? JA, da haben Sie recht!

Allerdings ist es gar nicht so einfach, sich die richtigen Informationen rund um Brandschutzhelfer und deren Ausbildung aus dem Internet zusammen zu klauben.

Daher haben wir im Folgenden versucht die gängigsten Fragen zu beantworten. Sie haben eine Frage die nicht beantwortet ist? Lassen Sie sie uns wissen indem Sie uns eine Nachricht schreiben oder einfach anrufen!

1. Wozu brauchen Sie Brandschutzhelfer?

Durch Brände entstehen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Auch wenn in den betroffenen Unternehmen und Werkstätten die meisten Personen- und Sachschäden durch Versicherungen abgedeckt sind: Für Folgeschäden kommt niemand auf. Bei einer Unterbrechung der Produktion – zum Beispiel wegen Reparaturen – können manchmal Lieferverträge nicht eingehalten werden. Darum weichen Kunden vielleicht auf die Angebote Ihrer Konkurrenz aus. Kleinbetriebe sind dabei besonders gefährdet, weil sie stärker auf einzelne Auftraggeber angewiesen sind. 

Auch für den Gesetzgeber hat Brandschutz eine hohe Priorität. Schließlich betreffen Brandschäden nicht nur einzelne Unternehmen, sondern indirekt auch die gesamte Volkswirtschaft.

Laut der neuen ASR 2.2 und dem Arbeitsschutzgesetz ist jedes Unternehmen verpflichtet, über eine Brandschutzhelfer in seiner Belegschaft zu verfügen.

Das gilt für den Großkonzern ebenso wie für die kleine Werkstatt. Selbst in einem Familienbetrieb sollte irgendein Familienmitglied eine qualifizierte Brandschutzhelfer Ausbildung absolviert haben, um den Gesetzesvorgaben zu genügen.

Fazit

Aus Gründen der Arbeitssicherheit und um wirtschaftliche Schäden zu vermeiden, hat der Gesetzgeber beschlossen, dass in jedem Betrieb zertifizierte Brandschutzhelfer beschäftigt sein müssen.

2. Was genau ist ein Brandschutzhelfer?

Vorab gesagt: Ein Brandschutzhelfer ist kein Brandschutzbeauftragter.

Ein Brandschutzbeauftragter berät Sie zum Thema Brandschutz und bildet unter Umständen auch Brandschutzhelfer aus. Stellen Sie sich das in etwa vor wie das Verhältnis von Ersthelfern an einer Unfallstelle zum Unfallarzt.

Der Brandschutzhelfer übernimmt bei einem Brand nur festgelegte Aufgaben, die er in seiner Brandschutzhelfer Ausbildung erlernt hat. Bei größeren Bränden arbeitet er mit Ersthelfern und Evakuierungshelfern zusammen.

In vielen kleineren bis mittleren Unternehmen entscheidet der Chef, welche Mitarbeiter die Brandschutzhelfer Ausbildung absolvieren. In größeren Unternehmen ist es häufig die Entscheidung des Betriebsrats, wer als Brandschutzhelfer benannt wird. In jedem Fall sollten Sie Personen wählen, die verantwortlich reagieren und auch in kritischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren.

Rechtliche Grundlage für die Ernennung von Brandschutzhelfern sind die Technischen Regeln für Arbeitsstätten – Maßnahmen gegen Brände /ASR A2.2 / und die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention.

Fazit

Ein Brandschutzhelfer übernimmt ein genau umrissenes Aufgabenfeld im Bereich Feuerverhütung und Brandbekämpfung.

3. Wie viele Brandschutzhelfer braucht Ihr Betrieb?

Jedes Unternehmen braucht also Mitarbeiter, die eine zertifizierte Brandschutzhelfer Ausbildung haben.

Laut der gesetzlichen Vorgaben in der ASR A2.2 sollten zumindest 5 % der Belegschaft als Brandschutzhelfer ausgebildet sein. Bei einem Betrieb mit gesteigertem oder hohem Brandrisiko passen Sie die Anzahl der ausgebildeten Mitarbeiter nach oben hin an.  

Grundlage dazu ist die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes. 

Je mehr Menschen in Ihrem Betrieb beschäftigt sind, desto höher sollte der Prozentsatz der ausgebildeten Brandschutzhelfer sein. Auch die Beschäftigung von Mitarbeitern mit eingeschränkter Mobilität ist ein Grund für mehr entsprechend qualifiziertes Personal. Hinzu kommt, dass Sie betriebsbedingte Abwesenheiten durch Weiterbildungen oder Urlaub und krankheitsbedingte Abwesenheiten mit einkalkulieren sollten.

Fazit

Jeder Betrieb braucht zumindest einen Brandschutzhelfer. Die vorgeschriebene Mindestzahl an Brandschutzhelfern hängt von der Betriebsgröße, dem Brandrisiko und weiteren Faktoren ab. Sie darf in keinem Fall 5 % der Belegschaftsstärke unterschreiten.

4. Braucht eine kleine Werkstatt einen Brandschutzhelfer?

Genauso wie in einem kleinen Betrieb ein Arbeitsunfall passieren kann, besteht auch die Möglichkeit, dass dort irgendwann einmal ein Feuer ausbricht. Ein Kurzschluss, verdampfende Lösungsmittel oder das Bratfett, das sich in der Pfanne entzündet: Wenn jetzt niemand weiß, wie man richtig reagiert, kann sich die Situation schnell zu einer Katastrophe auswachsen. Bei einem Arbeitsunfall sind qualifizierte Ersthelfer für lebensrettende Maßnahmen und Schadensbegrenzung zuständig.

Beim Ausbruch eines Feuers übernehmen Brandschutzhelfer die erste Kontrolle der Situation. Wenn nötig, arbeiten sie mit Ersthelfern und Evakuierungshelfern zusammen. Selbst wenn Ihr Betrieb nur wenige Mitarbeiter hat, macht es Sinn, jemanden zur Brandschutzhelfer Ausbildung zu schicken.

Immerhin kann so ein Zertifikat in kürzester Zeit und für kleines Geld erworben werden. Abgesehen von etwaigen kleingedruckten Versicherungsklauseln ist es einfach nur praktisch, wenn einer oder mehrere ihrer Mitarbeiter genau wissen, was sie beim Ausbruch eines Feuers tun sollten.

Fazit

Auch Kleinbetriebe benötigen zumindest eine Person, die eine Brandschutzhelfer Ausbildung abgeschlossen hat. Da Ihr Brandschutzhelfer aber ab und zu auch Urlaub hat, vielleicht auf Fortbildungen geht oder krank wird, sollten sie mindestens zwei Betriebsangehörige zur Brandschutzhelfer Ausbildung schicken.

5. Was sind die Aufgaben eines Brandschutzhelfers?

Zum Aufgabenbereich des Brandschutzhelfers zählen eher Maßnahmen zur Brandverhütung als das Löschen eines Feuers. Das ist normalerweise die Aufgabe der Feuerwehr. Ausgebildete Brandschutzhelfer dürfen ausschließlich Brände löschen, die gerade im Entstehen begriffen sind und die sie nicht gefährden.

Sie haben aber die wichtige Aufgabe, die herbeigerufene Feuerwehr einzuweisen und eine eventuelle Evakuierung in die Wege zu leiten. Zudem sind sie kompetente Ansprechpartner bei anstehenden Entscheidungen zum Brandschutz innerhalb Ihres Unternehmens. Häufig überwachen sie auch feuergefährliche Arbeiten und sind für den Zustand der vorgeschrieben Feuerlöscher etc. verantwortlich.

Aufgabenbereiche des Brandschutzhelfers
• Kontrolle von Arbeiten mit Hitze oder Feuer
• Bedienung von Feuerlöschern, Wandhydranten und Handfeuermeldern
• Unterstützung des Brandschutzbeauftragten
• Brandbekämpfung bei frisch entstandenen kleineren Bränden
• Einweisen der Feuerwehr
• Zusammenarbeit mit Ersthelfern und Evakuierungshelfern

6. Wer darf eine Brandschutzhelfer Ausbildung anbieten?

Damit Ihre künftigen Brandschutzhelfer eine qualifizierte Ausbildung erhalten, lassen Gesetzgeber und Unfallkasse nur Personen mit umfassenden Fachkenntnissen als Lehrkräfte zu. Häufig wird die Ausbildung zum Brandschutzhelfer von zertifizierten Brandschutzbeauftragten oder von Fachkräften für Arbeitssicherheit mit einer Zusatzausbildung im Bereich Brandschutz durchgeführt. 

Wer ein abgeschlossenes Studium in der Fachrichtung Brandschutz vorweisen kann, ist ebenso berechtigt, eine Brandschutzhelfer Ausbildung anzubieten. 


Auch Mitglieder der Feuerwehr, die einen Lehrgang als Gruppenführer abgeschlossen haben, können eine Zulassung als Ausbilder von Brandschutzhelfern erhalten. Das Wichtigste ist aber, dass der Ausbilder seine Lehrgänge an einer seriösen Ausbildungsstätte abhält.

Fazit

Laut Gesetzgeber haben ausschließlich zertifizierte Brandschutz-Fachkräfte das Recht, Ihre Mitarbeiter zu Brandschutzhelfern auszubilden.

7. Woran erkennen Sie ein qualifiziertes Ausbildungsangebot für Brandschutzhelfer?

Achten Sie bei Ihrer Recherche zum Thema darauf, wie viel Erfahrung ein Anbieter vorweisen kann. 95 % positive Bewertungen sagen nur wenig aus, wenn es sich dabei nur um fünf Kunden-Rezensionen handelt. Falls diese dann auch noch alle innerhalb der letzten zwei Monate abgegeben wurden, sollten Sie eher noch weitere Ausbilder-Profile recherchieren. Bei einem Anbieter, der schon über einen langen Zeitraum hinweg größtenteils positiv bewertet wurde, können Sie mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis rechnen.

Fazit

Verwenden Sie Kunden-Rezensionen als Basis für Ihre Entscheidung. Achten Sie auf konsistent positives Feedback über Jahre hinweg.

8. Dauer und Kosten der Brandschutzhelfer Ausbildung

Sie entscheiden, welche Personen aus Ihrer Belegschaft Sie gern zum Brandschutzhelfer ausbilden lassen würden.

Fazit

Die Dauer des Lehrgangs beträgt etwa einen Tag. Kosten für die Ausbildung zum Brandschutzhelfer trägt das Unternehmen.

9. Was beinhaltet die Ausbildung zum Brandschutzhelfer?

Die Brandschutzhelfer Ausbildung ist in mehrere theoretische und praktische Bereiche aufgeteilt. Dabei geht es zum einen um vorbeugenden Brandschutz und generelle Gefahren durch Feuer. Eine weitere Lektion befasst sich mit der Brandschutzorganisation im Unternehmen und dem korrekten Verhalten im Brandfall. Danach geht es um die Funktionsweise und Wirkung der verschiedenen Löscheinrichtungen. Anschließend wird das Feuerlöschen mit Wandhydranten und Feuerlöschern in der Praxis geübt.

Überblick über die Ausbildungsinhalte für Brandschutzhelfer nach DGUV Information 205-023:

Brandschutz Grundlagen

Zu Beginn eines Lehrgangs zum Brandschutzhelfer erfahren die Teilnehmer alles Wichtige über die Grundlagen des Brandschutzes. Sie lernen, wie das Prinzip der Verbrennung funktioniert und was genau beim Löschen passiert. Anhand von Fallbeispielen werden sie mit häufigen Brandursachen vertraut gemacht. Sie erfahren, welche Stoffe besonders feuergefährlich sind und was man bei Tätigkeiten mit leicht brennbaren Materialien beachten muss. Des Weiteren wird auf betriebsspezifische Zündquellen und auf Brandgefahren bei bestimmten Produktionsabläufen aufmerksam gemacht.

Brandschutzorganisation im Betrieb

In diesem Themenblock geht es unter anderem um die betriebliche Brandschutzordnung nach DIN 14096. Die künftigen Brandschutzhelfer lernen, welche Regeln für das Erstellen und das Aushängen der betriebsspezifischen Brandschutzordnung gelten. Sie erfahren alles über die Mittel und Wege zur Alarmierung der Belegschaft und über die betriebsspezifischen Brandschutzeinrichtungen. Zudem werden sie darüber informiert, was die Sicherheitskennzeichnung nach ASR A1.3 (Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung) bedeutet und wozu sie in der Praxis notwendig ist. Außerdem wird ihnen beigebracht, wie wichtig die Sicherstellung des eigenen Fluchtweges ist und wie sie das im Brandfall bewerkstelligen können.


Wirkungsweise und Funktion von Feuerlöscheinrichtungen
Bei diesem Themenbereich geht es um das Feuerlöschen. Die Teilnehmer bekommen erläutert, was es mit den verschiedenen Brandklassen (A, B, C, D und F) auf sich hat und worin sie sich unterscheiden. Sie erfahren, wie die unterschiedlichen Löschmittel wirken und welche sich für welche Art von Bränden eignen. Funktion und Aufbau der im Unternehmen vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen werden erklärt. Außerdem lernen sie, in welchen Bereichen und nach welchen Regeln Wandhydranten und Feuerlöscher eingesetzt werden.

Gefährdungen durch Brände
In diesem Themenblock geht es um besondere Gefahren und Risiken bei einem Brand. Behandelt werden unter anderem Gefährdungen durch Rauch- und Atemgifte wie beispielsweise Kohlenmonoxid. Ein weiteres wichtiges Thema ist thermische Gefährdung wie zum Beispiel durch Wärmestrahlung. Sie erfahren, wie sie sich und andere am besten vor diesen Gefahrenquellen schützen können. Auch mechanische Gefährdungen durch umherfliegende Einzelteile bei einer Explosion werden angesprochen. Zudem wird auf besondere betriebliche Risiken wie Fettbrände, Metallbrände oder hohe Brandlasten aufmerksam gemacht.

Richtiges Verhalten im Fall eines Brandes
Diese stark praxisorientierten Themen gehören zu den wichtigsten in der gesamten Brandschutzhelfer Ausbildung. Die Teilnehmer lernen alles Wissenswerte über die Alarmierung und Sicherstellung der selbstständigen Flucht der Betriebsangehörigen. Außerdem werden sie mit Aufgaben nach der Brandschutzordnung Teil C vertraut gemacht – beispielsweise als Ansprechpartner für die Feuerwehr zu fungieren. Hinzu kommt eine Unterweisung in sicherer Bedienung der Feuerlöscheinrichtungen, ohne sich selbst zu gefährden. Auch das fachgerechte Löschen brennender Personen wird angesprochen.

Praktische Ausbildung am Feuerlöschtrainer
In dieser Praxisunterweisung bekommen die Lehrgangsteilnehmer die Auslösemechanismen, Funktion und Handhabung von Feuerlöscheinrichtungen gezeigt. Sie lernen Situationen einzuschätzen und eigene Grenzen zu erkennen und üben Vorgehensweisen und Löschtaktiken. Ein Großteil der realitätsnahen Übungen findet an Simulationsgeräten und –anlagen statt. So erfahren die künftigen Brandschutzhelfer die Leistungsfähigkeit und Wirkungsweise der Feuerlöscheinrichtungen in der Praxis. Hinzu kommen die Einweisung in den betrieblichen Zuständigkeitsbereich und Hinweise auf betriebsspezifische Besonderheiten.